Roulette Regeln & Varianten: Europäisch, Amerikanisch & Französisch erklärt

🕑 13 Min. Lesezeit

Roulette-Tisch mit bunten Chips und Kessel im Hintergrund

Roulette ist das ikonischste Casino-Spiel der Welt. Die drehende Kugel, das Klackern auf dem Kessel, der Moment, wenn sie liegen bleibt – das ist Casino pur. Aber bevor du deine Chips auf den Tisch legst, solltest du eines wissen: Roulette ist nicht gleich Roulette.

Es gibt drei Hauptvarianten, und die Unterschiede zwischen ihnen können dich auf Dauer tausende Euro kosten – oder sparen. Als ehemaliger Casino-Mitarbeiter habe ich hunderte Spieler gesehen, die am falschen Tisch saßen, ohne es zu wissen.

Dieser Artikel erklärt dir alles, was du brauchst: die Grundregeln, alle Wettarten mit Auszahlungen, die drei Varianten im Detail – und warum eine davon klar die beste ist.

Die Grundregeln: So funktioniert Roulette

Das Prinzip ist simpel: Ein Kessel dreht sich, eine Kugel wird eingeworfen, und du wettest darauf, wo sie landet. Mehr ist es im Kern nicht.

Der Ablauf einer Runde

  1. Einsätze platzieren: Du legst deine Chips auf das Tableau (das Spielfeld mit den Zahlen und Wettfeldern)
  2. Kugel wird eingeworfen: Der Croupier dreht den Kessel und wirft die Kugel in die entgegengesetzte Richtung
  3. „Rien ne va plus“: Der Croupier ruft „Nichts geht mehr“ – ab jetzt sind keine Einsätze mehr möglich
  4. Kugel landet: Die Kugel fällt in ein nummeriertes Fach
  5. Gewinne werden ausgezahlt: Gewinnende Einsätze werden bezahlt, verlierende eingesammelt

Klingt einfach? Ist es auch. Die Komplexität liegt nicht im Ablauf, sondern in den verschiedenen Wettarten und den Unterschieden zwischen den Varianten.

Der Kessel und die Zahlen

Der Roulette-Kessel enthält nummerierte Fächer. Die Zahlen 1-36 sind abwechselnd Rot und Schwarz gefärbt. Die Null (0) – und beim amerikanischen Roulette auch die Doppelnull (00) – ist grün.

Wichtig: Die Zahlen sind im Kessel nicht in numerischer Reihenfolge angeordnet. Sie sind so verteilt, dass hohe und niedrige, gerade und ungerade, rote und schwarze Zahlen möglichst gleichmäßig abwechseln. Das Tableau (Spielfeld) hingegen zeigt die Zahlen in numerischer Reihenfolge.

Die drei Roulette-Varianten im Überblick

Hier wird es entscheidend. Bevor wir in die Details gehen, der Vergleich auf einen Blick:

Eigenschaft Europäisches Roulette Amerikanisches Roulette Französisches Roulette
Zahlen im Kessel 37 (0-36) 38 (0-36 + 00) 37 (0-36)
Nullen Eine (0) Zwei (0 und 00) Eine (0)
Hausvorteil 2,70% 5,26% 1,35%*
Sonderregeln Keine Keine La Partage / En Prison
Tableau-Sprache Englisch/Deutsch Englisch Französisch
Empfehlung Gut Meiden! Beste Wahl!

* 1,35% Hausvorteil gilt bei Einfachen Chancen (z.B. Rot/Schwarz) mit La Partage oder En Prison. Bei anderen Wetten beträgt er 2,70%.

Insider-Tipp: In meiner Zeit im Casino habe ich oft beobachtet, wie Spieler sich einfach an den nächsten freien Tisch gesetzt haben, ohne auf die Variante zu achten. Beim amerikanischen Roulette zahlst du fast den doppelten Hausvorteil – bei jedem einzelnen Spin. Über einen Abend mit 200 Spins kann das locker 100-200 Euro Unterschied machen. Schau immer zuerst auf den Kessel: Siehst du eine Doppelnull, geh weiter.

Europäisches Roulette – Der Standard

Das europäische Roulette ist die weltweit verbreitetste Variante und der Standard in den meisten Casinos – sowohl offline als auch online.

Die Fakten

  • 37 Zahlen: 0 bis 36
  • Eine Null (0): grün gefärbt
  • Hausvorteil: 2,70% auf alle Wetten
  • Erwarteter Verlust pro 100 € Einsatz: 2,70 €

Warum 2,70% Hausvorteil?

Die Mathematik ist einfach: Wenn du auf eine einzelne Zahl setzt, gewinnst du mit einer Wahrscheinlichkeit von 1/37 (es gibt 37 Fächer). Die Auszahlung beträgt aber nur 35:1 – als ob es nur 36 Zahlen gäbe. Diese Differenz – eine Zahl von 37 – ist der Hausvorteil des Casinos:

1/37 = 2,70%

Egal welche Wette du platzierst: Der Hausvorteil bleibt bei europäischem Roulette immer bei 2,70%. Ob du auf Rot setzt, auf eine Zahl, auf eine Reihe – mathematisch ist es identisch.

Amerikanisches Roulette – Das Spiel, das du meiden solltest

Das amerikanische Roulette hat einen einzigen, aber entscheidenden Unterschied: eine zusätzliche Doppelnull (00).

Die Fakten

  • 38 Zahlen: 0, 00, und 1 bis 36
  • Zwei Nullen (0 und 00): beide grün
  • Hausvorteil: 5,26% auf fast alle Wetten
  • Erwarteter Verlust pro 100 € Einsatz: 5,26 €

Warum ist es so viel schlechter?

Die Auszahlungen sind identisch zum europäischen Roulette – aber es gibt ein Fach mehr im Kessel. Du bekommst immer noch 35:1 für eine einzelne Zahl, aber jetzt gibt es 38 statt 37 Fächer. Der Hausvorteil:

2/38 = 5,26%

Das ist fast doppelt so hoch wie beim europäischen Roulette. Für den gleichen Spielspaß zahlst du fast den doppelten Preis.

Der Unterschied in der Praxis

Szenario Europäisch (2,70%) Amerikanisch (5,26%) Differenz
100 Spins à 10 € -27 € erwartet -52,60 € erwartet 25,60 € mehr Verlust
500 Spins à 10 € -135 € erwartet -263 € erwartet 128 € mehr Verlust
1.000 Spins à 10 € -270 € erwartet -526 € erwartet 256 € mehr Verlust

Insider-Tipp: In vielen Las-Vegas-Casinos ist amerikanisches Roulette der Standard – und europäisches nur an den High-Roller-Tischen verfügbar. In Europa ist es genau umgekehrt: Europäisches Roulette ist der Standard, und amerikanisches findest du hauptsächlich online. Wenn du die Wahl hast – und online hast du sie immer – spiel niemals amerikanisches Roulette. Es gibt keinen einzigen Vorteil gegenüber der europäischen Variante.

Französisches Roulette – Die beste Variante

Französisches Roulette nutzt denselben Kessel wie europäisches Roulette – 37 Zahlen, eine Null. Der große Unterschied liegt in zwei Sonderregeln, die den Hausvorteil bei bestimmten Wetten halbieren.

Die Fakten

  • 37 Zahlen: 0 bis 36 (identisch zum europäischen Kessel)
  • Eine Null (0): grün
  • Hausvorteil: 1,35% bei Einfachen Chancen, 2,70% bei allen anderen Wetten
  • Sonderregeln: La Partage und/oder En Prison
  • Tableau: Französische Begriffe (Rouge, Noir, Pair, Impair, Manque, Passe)

La Partage – Die Halbierungs-Regel

La Partage (französisch: „die Teilung“) ist die einfachere der beiden Sonderregeln:

Wenn du eine Einfache Chance (Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade, Hoch/Niedrig) gesetzt hast und die Kugel auf der Null landet, verlierst du nicht deinen gesamten Einsatz. Stattdessen bekommst du die Hälfte zurück.

Beispiel: Du setzt 20 € auf Rot. Die Kugel fällt auf die 0. Beim europäischen Roulette verlierst du 20 €. Beim französischen Roulette mit La Partage bekommst du 10 € zurück und verlierst nur 10 €.

En Prison – Die Gefängnis-Regel

En Prison (französisch: „im Gefängnis“) ist die elegantere Alternative:

Wenn du eine Einfache Chance gesetzt hast und die Null fällt, wird dein Einsatz nicht eingezogen, sondern „eingesperrt“. Er bleibt auf dem Tableau stehen – markiert mit einem speziellen Marker. Beim nächsten Spin entscheidet sich sein Schicksal:

  • Deine Wette gewinnt: Du bekommst deinen vollen Einsatz zurück (aber keinen Gewinn)
  • Deine Wette verliert: Der Einsatz geht an das Casino
  • Wieder die Null: Je nach Casino verlierst du den Einsatz oder er bleibt ein weiteres Mal „en prison“

Beispiel: Du setzt 20 € auf Rot. Die 0 fällt. Dein Einsatz bleibt auf Rot liegen. Nächster Spin: Die 7 (Rot) fällt. Du bekommst deine 20 € zurück – ohne Gewinn, aber auch ohne Verlust.

Warum halbiert das den Hausvorteil?

Ohne La Partage/En Prison verlierst du bei der Null deinen kompletten Einsatz auf Einfache Chancen. Das passiert im Durchschnitt einmal alle 37 Spins. Mit La Partage verlierst du nur die Hälfte. Dadurch sinkt der Hausvorteil von 2,70% auf:

1/37 × 0,5 = 1,35%

Das ist der niedrigste Hausvorteil, den du an einem Roulette-Tisch finden kannst – und einer der niedrigsten im gesamten Casino überhaupt.

Insider-Tipp: In deutschen Spielbanken wird traditionell französisches Roulette gespielt – mit En Prison. Das ist historisch gewachsen und einer der Gründe, warum deutsche Spielbanken für Roulette-Spieler tatsächlich besser sind als die meisten internationalen Casinos. Online bieten leider nicht alle Anbieter französisches Roulette an. Aber wenn es verfügbar ist – und du auf Einfache Chancen setzt – gibt es keine bessere Option.

Alle Wettarten erklärt

Roulette-Wetten teilen sich in zwei Kategorien: Innere Wetten (auf einzelne Zahlen oder kleine Gruppen) und Äußere Wetten (auf große Gruppen wie Farben oder Hälften).

Innere Wetten (Inside Bets)

Innere Wetten werden direkt auf den Zahlenfeldern des Tableaus platziert. Sie haben höhere Auszahlungen, aber geringere Gewinnchancen.

Wettart Französischer Name Beschreibung Auszahlung Gewinnchance (europ.)
Einzelne Zahl Plein Chip auf eine einzelne Zahl 35:1 2,70%
Zweier-Wette Cheval Chip auf die Linie zwischen 2 Zahlen 17:1 5,41%
Dreier-Reihe Transversale pleine Chip am Rand einer 3er-Reihe (z.B. 1-2-3) 11:1 8,11%
Vierer-Ecke Carré Chip auf die Ecke von 4 Zahlen 8:1 10,81%
Sechser-Linie Transversale simple Chip auf den Rand zweier 3er-Reihen 5:1 16,22%

Äußere Wetten (Outside Bets)

Äußere Wetten werden auf den speziellen Feldern rund um das Zahlenfeld platziert. Sie haben niedrigere Auszahlungen, aber deutlich höhere Gewinnchancen.

Wettart Französischer Name Beschreibung Auszahlung Gewinnchance (europ.)
Rot / Schwarz Rouge / Noir Alle roten oder schwarzen Zahlen 1:1 48,65%
Gerade / Ungerade Pair / Impair Alle geraden oder ungeraden Zahlen 1:1 48,65%
Niedrig / Hoch Manque / Passe 1-18 (Manque) oder 19-36 (Passe) 1:1 48,65%
Dutzend Douzaine 1-12, 13-24, oder 25-36 2:1 32,43%
Spalte Colonne Eine der drei senkrechten Spalten 2:1 32,43%

Einfache Chancen vs. Mehrfache Chancen

Die Wetten mit 1:1-Auszahlung (Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade, Niedrig/Hoch) werden als Einfache Chancen bezeichnet. Sie sind besonders wichtig, weil:

  • Sie die höchste Gewinnwahrscheinlichkeit aller Roulette-Wetten haben (fast 50%)
  • Nur bei ihnen greifen die Sonderregeln La Partage und En Prison
  • Sie sind ideal für Anfänger, weil sie einfach zu verstehen sind
  • Sie haben beim französischen Roulette den niedrigsten Hausvorteil von nur 1,35%

Komplette Auszahlungstabelle

Hier nochmal alle Wetten mit dem erwarteten Verlust pro 100 € Einsatz – aufgeschlüsselt nach Variante:

Wettart Auszahlung Verlust/100 € (Europäisch) Verlust/100 € (Amerikanisch) Verlust/100 € (Französisch*)
Plein (Einzelzahl) 35:1 2,70 € 5,26 € 2,70 €
Cheval (Zweier) 17:1 2,70 € 5,26 € 2,70 €
Transversale pleine (Dreier) 11:1 2,70 € 5,26 € 2,70 €
Carré (Vierer) 8:1 2,70 € 5,26 € 2,70 €
Transversale simple (Sechser) 5:1 2,70 € 5,26 € 2,70 €
Douzaine (Dutzend) 2:1 2,70 € 5,26 € 2,70 €
Colonne (Spalte) 2:1 2,70 € 5,26 € 2,70 €
Rouge/Noir (Rot/Schwarz) 1:1 2,70 € 5,26 € 1,35 €
Pair/Impair (Gerade/Ungerade) 1:1 2,70 € 5,26 € 1,35 €
Manque/Passe (Niedrig/Hoch) 1:1 2,70 € 5,26 € 1,35 €

* Französisch mit La Partage/En Prison. Der reduzierte Hausvorteil von 1,35% gilt nur bei Einfachen Chancen (1:1-Wetten).

Insider-Tipp: Viele Anfänger glauben, dass eine Wette auf eine einzelne Zahl „schlechter“ ist als eine Wette auf Rot/Schwarz. Mathematisch stimmt das nicht – beim europäischen Roulette beträgt der Hausvorteil bei jeder Wette exakt 2,70%. Der Unterschied liegt nur in der Varianz: Bei einzelnen Zahlen gewinnst du selten, aber hoch. Bei Rot/Schwarz gewinnst du oft, aber wenig. Der einzige echte Unterschied entsteht beim französischen Roulette, wo Einfache Chancen durch La Partage nur 1,35% Hausvorteil haben.

Welche Variante solltest du wählen?

Die Antwort ist eindeutig und ohne Wenn und Aber:

Französisches Roulette > Europäisches Roulette >>> Amerikanisches Roulette

Die Entscheidungslogik

  1. Ist französisches Roulette verfügbar? Spiel das. Besonders wenn du auf Einfache Chancen setzt (Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade, Hoch/Niedrig), hast du mit 1,35% den niedrigsten Hausvorteil.
  2. Kein französisches Roulette? Spiel europäisches Roulette. 2,70% Hausvorteil ist fair und einer der niedrigsten im Casino.
  3. Nur amerikanisches Roulette verfügbar? Überleg ernsthaft, ob du nicht lieber ein anderes Spiel spielst. 5,26% Hausvorteil ist für Roulette inakzeptabel.

Langzeitvergleich: 1.000 Spins à 10 €

Variante Hausvorteil Erwarteter Verlust nach 1.000 Spins Bewertung
Französisch (Einf. Chancen) 1,35% -135 € Beste Wahl
Europäisch 2,70% -270 € Gute Wahl
Amerikanisch 5,26% -526 € Meiden!

Der Unterschied zwischen der besten und der schlechtesten Variante: 391 € nach 1.000 Spins. Das ist kein Kleingeld – das ist ein Wochenend-Trip.

Online-Roulette vs. Live-Roulette

Online hast du heute zwei Möglichkeiten, Roulette zu spielen: am virtuellen Tisch (Software-Roulette) oder am Live-Tisch mit echtem Croupier per Video-Stream.

Software-Roulette (RNG)

  • Ergebnis: Wird von einem Zufallsgenerator (Random Number Generator) bestimmt
  • Geschwindigkeit: Sehr schnell – du bestimmst das Tempo, eine Runde dauert wenige Sekunden
  • Mindesteinsatz: Oft sehr niedrig (ab 0,10 € bis 1 €)
  • Varianten: Alle drei Varianten meist verfügbar
  • Atmosphäre: Keine – es ist ein Computerprogramm
  • Vorteil: Kein Zeitdruck, ideal zum Lernen
  • Nachteil: Hohes Tempo kann zu mehr Einsätzen pro Stunde führen

Live-Roulette

  • Ergebnis: Echter Kessel, echte Kugel, echte Physik – per HD-Kamera gestreamt
  • Geschwindigkeit: Normales Casino-Tempo, ca. 30-40 Spins pro Stunde
  • Mindesteinsatz: Meist ab 0,50 € bis 5 €
  • Varianten: Europäisch und Französisch häufig, Amerikanisch seltener
  • Atmosphäre: Deutlich besser – echte Croupiers, echtes Casino-Feeling
  • Vorteil: Realistisches Erlebnis, Vertrauen durch sichtbaren Kessel
  • Nachteil: Höhere Mindesteinsätze bei einigen Tischen

Was ist besser?

Kriterium Software-Roulette Live-Roulette
Für Anfänger Besser (kein Zeitdruck, niedrige Einsätze) Gut (realistisch, aber Tempo vorgegeben)
Atmosphäre Gering Hoch
Fairness Identisch (lizenzierte Casinos) Identisch (lizenzierte Casinos)
Tempo / Spins pro Stunde Hoch (Vorsicht: mehr Einsätze = mehr Verlust) Moderat (natürliches Tempo)
Französisches Roulette Oft verfügbar Meist bei spezialisierten Tischen

Insider-Tipp: Der größte Fehler beim Software-Roulette ist das Tempo. Wenn eine Runde nur 10 Sekunden dauert statt 90 Sekunden am Live-Tisch, spielst du in einer Stunde 6-mal so viele Runden. Das bedeutet: 6-mal so viel Einsatz, 6-mal so viel erwarteter Verlust. Setz dir ein Zeitlimit oder wechsle bewusst zum Live-Tisch – das natürliche Tempo bremst dich automatisch.

Tipps vom Insider: Was ich am Roulette-Tisch gelernt habe

Nach Jahren hinter den Kulissen des Casino-Betriebs habe ich einige Dinge gesehen, die in keinem Lehrbuch stehen:

1. Es gibt keine heißen oder kalten Zahlen

Jeder Spin ist unabhängig vom vorherigen. Wenn 5-mal hintereinander Rot kam, ist die Chance auf Rot beim nächsten Spin immer noch exakt gleich. Die Anzeigetafeln mit den letzten Ergebnissen sind eine psychologische Falle – sie suggerieren Muster, wo keine sind. Im Casino haben wir diese Tafeln nicht ohne Grund aufgestellt.

Mehr dazu erfährst du in meinem Artikel über Roulette-Legenden und berühmte Spieler.

2. Setze ein Budget – und halte dich dran

Entscheide vor dem Spielen, wie viel du bereit bist zu verlieren. Wenn das Geld weg ist, hör auf. Kein „noch eine Runde“. Kein „ich hole es zurück“. Die Spieler, die ich am schlimmsten verlieren sah, waren die, die ihren Verlusten hinterhergejagt haben.

3. Progressionssysteme ändern den Hausvorteil nicht

Martingale (Einsatz verdoppeln nach Verlust), Paroli, D\’Alembert – kein System ändert den mathematischen Hausvorteil. Sie verändern nur das Muster deiner Gewinne und Verluste. Kurzfristig können sie funktionieren. Langfristig gewinnt immer die Mathematik. Mehr dazu in meinem ausführlichen Vergleich der Progressionssysteme.

4. Trinkgeld für den Croupier ist kein Bestechungsversuch

In vielen Ländern ist es üblich, dem Croupier ein Trinkgeld zu geben – oft in Form eines platzierten Chips. Das beeinflusst das Ergebnis natürlich nicht, aber es gehört zur Etikette. In deutschen Spielbanken ist Trinkgeld am Roulette-Tisch Standard und wird geschätzt.

5. Spiel zum Spaß, nicht zum Geldverdienen

Roulette ist ein Unterhaltungsspiel mit einem eingebauten Preis – dem Hausvorteil. Wenn du es als Unterhaltung betrachtest und dein Budget als den Preis für den Abend, wirst du eine gute Zeit haben. Wenn du versuchst, deinen Lebensunterhalt damit zu verdienen, wirst du langfristig verlieren. Das ist keine Meinung – das ist Mathematik.

Häufige Anfängerfehler

Diese Fehler sehe ich immer wieder – und alle sind vermeidbar:

  • Amerikanisches Roulette spielen, wenn europäisches verfügbar ist – fast doppelter Hausvorteil, null Vorteile
  • An die „Fälligkeit“ von Zahlen glauben – nach 10x Schwarz ist Rot nicht „fällig“
  • Zu schnell spielen – besonders online, wo das Tempo nicht begrenzt ist
  • Verluste jagen – nach einem Verlust den Einsatz erhöhen, um es „zurückzuholen“
  • La Partage/En Prison nicht nutzen – wenn französisches Roulette verfügbar ist, aber andere Varianten gespielt werden
  • Kein Budget setzen – ohne Limit spielen ist der schnellste Weg zum Problem

Zusammenfassung: Die goldenen Regeln

  1. Spiel französisches Roulette, wann immer es verfügbar ist. Setze auf Einfache Chancen für den niedrigsten Hausvorteil (1,35%).
  2. Meide amerikanisches Roulette – ohne Ausnahme.
  3. Verstehe den Hausvorteil: Du kannst ihn nicht besiegen. Aber du kannst ihn minimieren, indem du die richtige Variante wählst.
  4. Setz dir ein Budget und behandle Roulette als Unterhaltung, nicht als Einkommensquelle.
  5. Lass dich nicht von Mustern täuschen: Jeder Spin ist unabhängig.

Roulette ist ein wunderbares Spiel – elegant, spannend und mit klaren Regeln. Wenn du die richtige Variante wählst und verantwortungsvoll spielst, kann es ein großartiges Unterhaltungserlebnis sein.

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